Walnüsse Walnussbäume
WalnüsseWalnussbäume

Walnussveredlungen für Ertragsanlagen

Die Walnuss gibt es in mehreren hundert Sorten. Heimische Sorten haben sich in den letzten Jahrzehnten bewährt; es gibt aber auch in unseren Nachbarländern interessante Sorten, an denen man vor allem im Ertragsanbau nicht vorbei kommt. Vor allem spätaustreibende, robuste Sorten spielen eine immer wichtigere Rolle im Erwerbsanbau. Lassen Sie sich von uns beraten. Nachfolgende Sorten sind aus unserer Sicht die wichtigsten Ertragssorten, zu denen weitere Sorten als Befruchter hinzukommen: Franquette, Fernor, Lara, Chandler und Ferbel. Weitere Sorten für spezielle Verwendung (Schälnüsse, rotkernige Sorten) können Ertragsanlagen ergänzen.

 

Die wichtigsten Ertragssorten bieten wir als 3-4jährige Wurzelware in den Größenklassen 160-200 cm und 200-300 cm in den Monaten Dezember bis Februar an. Die Preise sind gestaffelt und richten sich nach der Abnahmemenge. Wir bitten um Vorbestellungen bis Ende September.

 

Die Lieferung von Baumschulware in größeren Mengen erfolgt - falls gewünscht - mit eigenen Fahrzeugen oder durch Dienstleister. Die Kosten berechnen sich nach den Entfernungskilometern zum Zielort. Über GoogleMaps können Sie die Entfernung leicht kalkulieren. Derzeit beträgt der Kilometersatz 0,90 EUR / Entfernungskilometer (zzgl. MwSt.). Ist die Zusammenfassung von Lieferungen im Rahmen einer Auslieferungstour möglich, reduzieren sich die Lieferkosten anteilig.

 

Für Anfragen nutzen Sie bitte unser Kontakt-Formular. Ein Kaufvertrag kommt erst nach schriftlicher Auftragsbestätigung zustande. Bitte beachten Sie unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) und Datenschutzregeln.

 

 

AGB 2020.pdf
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Walnusssorten für den Anbau in Mitteleuropa

Nachfolgend finden Sie kurze Beschreibungen der meist nach ihren Herkünften bezeichneten Walnussorten. Die Darstellungen werden nach und nach komplettiert und später durch detaillierte Steckbriefe ergänzt, die auf langjährigen, aber auch schon länger zurückliegenden Beobachtungen und Untersuchungen basieren.  Finden Sie nicht die Beschreibung der Sorte, nach der Sie suchen, sprechen Sie uns an.

Geisenheim 26

Zufallssämling aus Rüdesheim am Rhein. Diese Sorte ist selbstfruchtend und hat eine aufrechte, eher schmale Krone. Daher bietet sie sich besonders gut als Hofbaum oder Einzelbaum im Garten an. Sie ist ertragssicher und wird auch im Erwerbsanbau eingesetzt. Da sie im Frühjahr spät austreibt, ist sie für spätfrostgefährdete Lagen geeignet. Die Sorte ist anspruchslos, gedeiht auf fast allen Standorten in Deutschland und ist weitgehend unempfindlich gegenüber Krankheiten. Das mag auch ein Grund dafür sein, dass ihr Anbau auf Streuobstwiesen in Hessen im Rahmen des Agrarumweltprogrammes finanziell gefördert wird. Die Nuss selbst ist im Durchschnitt mittelgroß, gut zu knacken, gut aus der Schale. Geschmacklich gehört sie zu den sehr guten Sorten. Im Deutschen Nusskatalog des Agrarinformationsdienstes (AID) aus dem Jahr 1960 wird sie als "eine der besten deutschen Sorten, für den allgemeinen Anbau" empfohlen.

Sortenblatt - Geisenheim.pdf
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Franquette

„À la bonne franquette“ heißt auf Französisch so viel wie „ohne große Umstände“ oder „ganz einfach“. Der Name der Sorte ist eine schöne Untertreibung, handelt es sich doch um die in den europäischen Nussanbaugebieten am weitesten verbreitete Walnuss-Sorte. Die Sorte entstand als Selektion bereits im Jahr 1786 in der historischen Provinz Dauphiné (heute; Départment Isère). Der Erfolg der Sorte begründet sich mit seiner großen Anbaubreite und dem hervorragenden Geschmack. Franquette ist starkwüchsig, treibt spät aus und blüht spät. Daher eignet sie sich besonders für spätfrostgefährdete oder generell klimatisch ungünstige Lagen in der Ebene wie auch im Mittelgebirge. Sie ist wenig krankheitsanfällig und auf guten Standorten kerngesund. Die Nuss ist mittelgroß, stärker gefurcht, was ihr ein typisches Aussehen verleiht. Sie ist vollkernig und gut auskernbar.

Sortenblatt - Franquette.pdf
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Fernor

Fernor ist eine im Jahr 1978 am Französischen Agrar-Forschungsinstitut INRA (Institut Nationale de la Recherche Agronomique) in Bordeaux gezüchtete Sorte. Sie entstand aus der Kreuzung der Sorten Franquette und Lara und gilt als Meilenstein in der Walnuss-Züchtung. Sie vereint eine gute Gesundheit und Resistenz gegenüber Bakterien- und Pilzkrankheiten mit spätem Austrieb und damit der Eignung für spätfrostgefährdete Lagen. Hinzu kommen reicher Ertrag und ein hervorragender Geschmack. Die Wuchsstärke des Baumes ist mittelstark und sehr aufrecht. Die Sorte benötigt daher weniger Wuchsraum als z.B. das Elternteil Franquette. Im Durchschnitt werden 3,5 t/ha geerntet. Die Nuss selbst ist mittelgroß, sieht der Frucht der Franquette äußerlich sehr ähnlich und hat auch einen ähnlich guten, süßlichen Geschmack. Der geringe Anteil an Gerbstoffen und Bitterstoffen ist bei der Sorte Fernor deutlicher zu schmecken. Sie ist vollkernig und gut auskernbar. An dieser Sorte kommen Walnussfreunde, die Nüsse vermarkten wollen, nicht vorbei.

Sortenblatt - Fernor.pdf
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Marbot

Marbot ist eine traditionelle Sorte aus dem Périgord im Südwesten Frankreichs. Sie ist eine der besten Sorten, die sich auch für den frischen Verzehr eignen. Gourmandes und Gourmets, die grüne Nüsse oder Schälnüsse zu Beginn der Saison schätzen, greifen sehr gerne auf diese Walnuss-Sorte zurück. Dabei ist auch die getrocknete Marbot ein Genuss, zumal sie bei empfindlich dünner Schale lieber an der Sonne trocknet als in Trocknungsanlagen. Die Nuss ist im Durchschnitt sehr groß und hat einen besonderen Geschmack, der einerseits süß, aber bei der getrockneten Nuss auch sehr markant ist. Der Wuchs dieser Sorte ist aufrecht, eher schwach bis mittelstark und die Krone leicht formbar weshalb sich die Sorte auch für engeren Standraum eignet. Die Sorte gilt als robust und wenig anfällig für Walnusskrankheiten.

Sortenblatt - Marbot.pdf
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Ferbel

Ferbel ist wie Fernor und einige andere französische Ertragssorten aus einem Züchtungsprogramm des Französischen Agrar-Forschungsinstitut INRA (Institut Nationale de la Recherche Agronomique) entstanden. Sie entstand aus der Kreuzung der Sorten Franquette und Chandler. Sie vereint eine sehr gute Gesundheit und Resistenz gegenüber Bakterienbefall (Xanthomonas arboricola pv juglandis) und eine gute Widerstandskraft gegen Pilzkrankheiten . Dabei treibt sie etwa 10 Tage früher aus als die Sorte Fernor. Die somit etwas höherer Spätfrostgefährdung wird aber durch einen deutlich höheren Anteil großkalibriger Früchte kompensiert. Die Wuchsstärke des Baumes ist mittelstark und sehr aufrecht. Die Sorte benötigt daher weniger Wuchsraum als z.B. das Elternteil Franquette. Die Nuss selbst ist vergleichsweise groß und sieht der Frucht der Lara äußerlich ähnlich, schmeckt aber intensiver als die Sorte Lara.  Sie ist vollkernig und gut auskernbar und gehört zum Profisortiment der französischen Walnussbauern. 

Sortenblatt - Ferbel.pdf
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Parisienne

Die französische Sorte Parisienne ist eine Sorte, die bereits 1938 an der Isère und im Grenobler Raum angebaut wurde und gehört damit auch zu den Klassikern im französischen Sortiment. Der Anteil an der Anbaufläche geht langsam zurück, da sie zunehmend von der Sorte Lara verdrängt wird. Wir haben die Parisienne in unser Sortiment genommen, da es belastbare Hinweise darauf gibt, dass diese Sorte nicht oder nur selten von der Walnussfruchtfliege befallen wird. Ansonsten bietet die Sorte generell eine gute Resistenz gegen Krankheiten und ist verlässlich spätfrostunempfindlich. Trotz später Blüte schwankt der Ertrag, liefert aber regelmäßig große bis sehr große Nüsse, die leicht zu knacken sind und vorzüglich schmecken -  gleichermaßen frisch oder getrocknet. Diese Sorte eignet sich auch gut für eher trockene Standortverhältnisse oder auf eher armen Streuobstwiesen.

Sortenblatt - Parisienne.pdf
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