Walnüsse Walnussbäume
WalnüsseWalnussbäume

Lieferbare Sorten

Der weitaus größte Teil unserer ein- und zweijährigen Veredlungen ist für die kommende Saison bereits vorbestellt. In geringer Anzahl verfügbare Sorten sind noch Geisenheim 26, Weinheim 139, Weinsberg 1, Kurmark 1247, Spreewald 286 und Esterhazy 2.

 

Diese Sorten können Sie als zweijährige Veredlungen in folgenden Größenklassen erhalten:

 

60 -   80 cm:       35,00 EUR incl. MwSt.

80 - 100 cm:       45,00 EUR incl. MwSt.

 

Abholung ist täglich nach 18.00 Uhr möglich - an Wochenenden ganztägig.

Die Lieferung erfolgt nach Absprache in 15l-Pflanzkübeln mit Bambusstab und Mulchplatte im Rahmen unserer Auslieferungtouren oder ab Mitte Oktober auch als Wurzelware. Die Lieferkosten betragen für bis zu 20 Veredlungen bis 80 km Entfernung pauschal 10,00 EUR. Bei einer Entfernung von über 80 km und bei größeren Abnahmemengen machen wir Ihnen ein individuelles Angebot.

 

Für Anfragen nutzen Sie bitte unser Kontakt-Formular. Ein Kaufvertrag kommt erst nach schriftlicher Auftragsbestätigung zustande. Bitte beachten Sie unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB).

 

Im online-Verkauf werden die Veredlungen in der Größenklasse 60 - 80 cm als Wurzelware im Pflanzkarton verschickt. Die Versandkosten betragen für bis zu 5 Veredlungen 10,- EUR incl. MwSt.

Hier geht es zum online-Verkauf: Shop

 

 

AGB 09.2015.pdf
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Walnusssorten für den Anbau in Mitteleuropa

Nachfolgend finden Sie kurze Beschreibungen der meist nach ihren Herkünften bezeichneten Walnussorten, die wir dauernd oder zeitweise in unserem Sortiment führen. Die Darstellungen werden nach und nach komplettiert und später durch detaillierte Steckbriefe ergänzt, die auf langjährigen, aber auch schon länger zurückliegenden Beobachtungen und Untersuchungen basieren. Die Ziffern in Klammern sind bei den deutschen Walnusssorten nichts anderes als Ordnungsziffern aus der Inventur der Walnusssorten.

 

Geisenheimer Walnuss (Nr. 26)

Herkunft: Geisenheim-Rüdesheim. Diese Sorte ist selbstfruchtend und hat eine aufrechte, eher schmale Krone. Daher bietet sie sich besonders gut als Hofbaum oder Einzelbaum im Garten an. Sie ist ertragssicher und wird auch im Erwerbsanbau eingesetzt. Da sie im Frühjahr spät austreibt, ist sie für spätfrostgefährdete Lagen geeignet.  Die Sorte ist anspruchslos, gedeiht auf fast allen Standorten in Deutschland  und ist weitgehend unempfindlich gegenüber Krankheiten.  Das mag auch ein Grund dafür sein, dass ihr Anbau auf Streuobstwiesen in Hessen im Rahmen des Agrarumweltprogrammes finanziell gefördert wird. Die Nuss selbst ist mittelgroß, gut zu knacken und löst sich leicht aus der Schale. Geschmacklich gehört sie zu den sehr guten Sorten. Im Deutschen Nusskatalog des Agrarinformationsdienstes (AID) aus dem Jahr 1960 wird sie als "eine der besten deutschen Sorten, für den allgemeinen Anbau" empfohlen.

Moselaner Walnuss (Nr. 120)

Herkunft: Güls/Mosel. Eine der beliebtesten Sorten, da die Nuss eher groß und mit tief gefurchter, heller Schale sehr ansprechend aussieht. Der Baum ist sehr stark wachsend mit breiter, hoher Krone. Im Freistand wächst der Stamm meist etwas schief und im Alter hängen die unteren Äste sehr tief herab.  Ein uriger Baum, in dessen Schatten das Vieh wie auch der Mensch im Sommer gerne und lange ausruht. Da diese Sorte auf Fremdbefruchtung angewiesen ist, sollte sie nicht als Einzelbaum gepflanzt werden, es sei denn, es stehen bereits andere Walnussbäume in der Nachbarschaft. Ein reicher, regelmäßiger Ertrag kann erwartet werden. Trockene und luftige Standorte werden für diese Sorte bevorzugt, da die Blätter in nassen Jahren leicht anfällig für Blattkrankheiten sind. Die Blüte erfolgt vergleichsweise spät, womit diese Sorte auch zur Pflanzung in spätfrostgefährdeten Gebieten empfohlen werden kann. Im Deutschen Nusskatalog des Agrarinformationsdienstes (AID) wird auch diese Sorte als "eine der besten deutschen Sorten, für den allgemeinen Anbau" bezeichnet.

Weinheimer Walnuss (Nr. 139)

Herkunft: Weinheim an der Bergstraße. Die Weinheimer Walnuss ist ein mittel- bis stark wachsender Baum mit einem mittleren Standortbedarf von etwa 70 bis 80 m2. Der Baum treibt spät aus, was ihn unempfindlich gegenüber Spätfrösten macht. Allerdings kommt es besonders in niederschlagsreichen Regionen zu einer verstärkten Anfälligkeit gegenüber der Blattfleckenkrankheit Marssonina juglandis. Hinsichtlich der Bodenqualität ist die Sorte anspruchslos: Sie gedeiht sowohl auf lehmigen als auch auf sandigen Böden. Die Erträge sind regelmäßig und gut, weshalb sie auch für den Ertragsanbau empfohlen werden kann. Als Selbstbefruchter ist sie nicht auf andere Sorten angewiesen und daher für die Pflanzung als Einzelbaum in privaten Gärten beliebt. Die wohlschmeckende, gut knack- und auskernbare mittelgroße Nuss ist hell und glattschalig und wird in der zweiten Septemberhälfte geerntet.

Die Weinheimer Nuss gehört zum Kernsortiment deutscher Herkünfte.

Kurmarker Walnuss (Nr. 1247)

Herkunft: Mehlen (heute: Mielno, Polen) bei Forst (Lausitz) in Brandenburg an der deutsch-polnischen Grenze. Die Kurmarker Walnuss entwickelt sich zu einem imposanten Baum, dem man einen Standraum von mindestens 100 m2 zur Verfügung stellen sollte. Aufgrund der Starkwüchsigkeit, guten Stammbildung und guten Holzausreifung hat die Sorte auch eine gewisse Bedeutung für die Holzgewinnung. Sie bevorzugt humose, lehmige Böden und kommt auch mit feuchten Standorten zurecht. Die Sorte ist frostbeständig und daher für höhere Lagen mit tiefen Wintertemperaturen geeignet. Aufgrund des vergleichsweise frühen Blütezeitpunkt ist sie allerdings stellenweise spätfrostgefährdet. Unempfindlich zeigt sich die Kurmarker Walnuss dagegen hinsichtlich der Blattfleckenkrankheit und des Bakterienbrandes. An günstigen Standorten sind sehr ergiebige und regelmäßige Erträge ab Ende September zu erwarten, weshalb sie für den Ertragsanbau empfohlen wird. Die hellen, graubraunen Nüsse sind glattschalig, relativ groß und überzeugen durch einen hervorragenden Geschmack. Erkennungszeichen im deutschen Nusssortiment ist die typische Spitze der Nuss. Die Kurmarker Walnuss ist ein Selbstbestäuber und trägt somit auch als Einzelbaum Nüsse.

Weinsberger Walnuss (Nr. 1)

Herkunft: Weinsberg, Baden-Württemberg. Der mittelstark wachsende, eher kleinkronige Baum benötigt einen Wuchsraum von etwa 50 bis 70 m2. Die Sorte ist selbstbefruchtend und kann deshalb problemlos als Einzelbaum gepflanzt werden. Als Solitärbaum zeigt sie eine geringe Anfälligkeit gegenüber Blattfleckenkrankheit und Bakterienbrand. Aufgrund des frühen Austriebes ist die Weinsberger Walnuss anfällig für Spätfrostschäden. Sie sollte deshalb in klimatisch günstigen warmen Lagen gepflanzt werden (Weinbauklima). Der Erntezeitpunkt liegt zwischen Ende September und Anfang Oktober. Die Nüsse sind groß bis sehr groß, dünnschalig und zeichnen sich durch einen ausgezeichneten aromatischen Geschmack aus. Erkennungszeichen im deutschen Sortiment: Die Nuss kann auf der Basis senkrecht stehen.

Wunder von Monrepos

Herkunft: Geisenheim. Die Sorte Monrepos ist eine Kreuzung aus den Sorten Weinsberger Walnuss (Nr.1) und Geisenheimer Walnuss (Nr.26), die 1983 an der Hochschule Geisenheim entstanden ist. Der stark wachsende Baum bildet eine breit pyramidale Krone aus. Er liefert regelmäßige, reiche Erträge im Oktober. Als Selbstbestäuber kann er auch sehr gut als Solitärbaum in Gärten gepflanzt werden. Die Sorte ist anspruchslos und weitgehend unempfindlich gegenüber Krankheiten. Durch den späten Austrieb bleibt Monrepos auch von spätfrostbedingten Ernteausfällen verschont, weshalb sie sich auch für klimatisch ungünstigere Lagen eignet. Die große Nuss ist glattschalig und relativ gut auskernbar. Sie zeichnet sich durch einen sehr guten, kräftigen Geschmack aus.